2018 - Weserbergland ( Bodenwerder )

Dauer der Tour: 2 Tage
Gesamtstrecke: 772 km
gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 772

Die Wochenendtour durchs landschaftlich reizvolle Weserbergland stellte den Abschluss eines schönen Motorradjahres dar.

Pünktlich zum Wochenende war der Jahrhundert-Sommer zu Ende. Aber es war kein Regen angesagt und um es vorweg zu nehmen ... es war auch so. Endlich Herbst - mal ehrlich, 27 Grad im Oktober braucht kein Mensch oder ?

1. Tag "Essen -> Bodenwerder" 403 Kilometer
Essen -> Dortmund -> Biggesee -> Eslohe -> Meschede -> Warstein -> Bad Wünnenberg -> Bad Driburg -> Köterberg -> Bodenwerder

Was für eine Saison - trotz der vielen Arbeit und den Aufbau der neuen Küche mitten im Sommer kamen endlich mal wieder ein paar Kilometer unter die Reifen der FJR. Die Tour ins Weserbergland war schon die dritte seiner Art in diesem Jahr - Rekordverdächtig !

Frank und ich trafen uns morgens um halb 10 an der A45, die ersten Kilometer des Tages wollten wir auf der Autobahn bewältigen. Richtig los ging es dann ab der Listertalsperre, leider war es recht frisch und auch nebelig, die Griffheizung lief auf Hochtouren. Nach dem Biggesee kam endlich die Sonne raus, es blieb zwar recht frisch aber der Tag entwickelte sich zu einem perfekten Herbsttag.

Es war relativ wenig los auf den Straßen und wir kamen zügig voran. Die Streckenführung machte einfach Laune, die nächsten Stationen waren der Hennesee und Warstein, über Bad Wünnenberg ging es so langsam nach Ostwestfalen-Lippe und wir kamen dem zentralen Punkt der Tour - dem Köterberg immer näher.

Ich habe schon viel gehört vom Köterberg, DEM Motorradtreffpunkt der Region. Endlich hatte ich die Gelegenheit mir mal selbst einen Eindruck zu verschaffen. Mit 500 Meter üNN ist er die höchste Erhebung des Weserberglandes - allerdings hätte ich mir die Anfahrt etwas spektakulärer vorgestellt. Tempo 30 in den Ortschaften ist natürlich völlig richtig, aber dass nun auf der ganzen Strecke "Tempo-30" gilt ist sicherlich etlichen hirnlosen Bikern zu verdanken. Zudem bestand die Auffahrt aus gefühlten 1,5 Kurven, immerhin .... der Ausblick von oben ist schon genial. Vom Köterberghaus ( erbaut 1929 ) hat man einen fantastischen Rundumblick in die Region.

Über den bekannten Kurort Bad Pyrmont ging es nun direkt nach Bodenwerder. Das am Weserufer gelegene Hotel Goldener Anker war unsere heutige Endstation. Leider wurden hier schon um 20 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt, in Oleks Bar blickten wir dann bei einigen Getränken auf einen richtig schönen Tag zurück.

2. Tag "Bodenwerder -> Essen" 369 Kilometer
Bodenwerder -> Holzminden -> Beverungen -> Höxter -> Emmerstausee -> Nieheim -> Horn Bad Meinberg -> Hermannsdenkmal -> Lippesee -> Lippstadt -> Soest -> Dortmund -> Essen

Nach genügend Schlaf und ausreichendem Frühstück verließen wir gegen 10 die Münchhausen-Stadt. Seit 2013 trägt Bodenwerder den amtlichen Zusatz Münchhausen-Stadt. Grund dafür ist natürlich dass Bodenwerder Geburtsort und langjähriger Wohnort des Lügenbarons Freiherr von Münchhausen ist.

Bodenwerder, 10 Uhr, der Helm sitzt ... leider nur bei genau 7 Grad. Egal, wir wollten ja eine Herbsttour machen.
Zunächst ging es quer durchs Weserbergland, die Herbstfarben der Bäume waren schon sehr beeindruckend. Wie gestern waren wir fast allein unterwegs und erreichten den den nächsten größeren Pausenpunkt, den Emmerstausee, oder auch Schiedersee.
Der Schiedersee, am Fuße des Teutoburger Waldes gelegen, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Region. Eine echte Perle der Natur, wer in der Nähe ist sollte unbedingt mal vorbeischauen.

Vorbeischauen wollten wir jetzt an unserer nächsten Station - dem Hermannsdenkmal bei Detmold. Hier herrscht Einbahnstraßenverkehr - bei Hiddesen geht es hinauf zum Denkmal, über Schling geht es wieder runter. Zum Denkmal selber sind wir aber nicht, da waren die Motorradsachen doch etwas unvorteilhaft für.

Nach einem Stopp am kleinen, aber feinen Lippesee traten wir bei Erwitte den Heimweg über die Bundesautobahn an.

Es war eine tolle Tour, auch wenn die ersten Stunden des jeweiligen Tages recht frisch waren. Dafür war wenig los und wir kamen zügig voran. Prädikat: Absolut empfehlenswert ... wir waren nicht zum letzten Mal in dieser Region.