Dauer der Tour: 10 Tage
Gesamtstrecke: 3374 km
davon mit dem Auto: 1552 km
davon mit dem Motorrad: 1822 km
Route des Grandes Alpes 2.0 ...
Natürlich, jede Tour ist einzigartig - aber die 2. Auflage unserer RdGA war schon sehr speziell.
Grund dafür war der historische Wintereinbruch Mitte September 2024, soviel Neuschnee gab es seit 45 Jahren nicht mehr - und wir natürlich mittendrin statt nur dabei !
Apropos wir ... vor 2 Jahren musste Bernd noch kurzfristig wegen Krankheit absagen, umso schöner dass es diesmal geklappt hat und wir nun zu Dritt an den Start gehen konnten !
Anreise mit dem Auto ( 449 Kilometer )
Essen ● Wuppertal ● Leverkusen ● Köln ● Limburg ● Darmstadt ● Heidelberg ● Karlsruhe ● Lahr ( Schwarzwald )
Als eine Woche vor Tourbeginn die ersten Berichte über einen extremen Wetterumschwung eintrudelten, lächelten wir diese noch gelassen weg.
Was nehmen die für ein Zeug ? Schnee im September ??? Einfach unvorstellbar ...
Je näher der Tag X aber kam, umso mehr wurde es Gewissheit - eine historische Wetterlage stand uns bevor. Natürlich zogen wir auch eine Absage in Betracht, aber aufgrund 3 benötigter Einzelzimmer hatten wir alles schon gebucht, leider war einiges davon nicht mehr stornierbar. Also - Augen zu und durch ! Wird schon nicht so schlimm werden, ist ja erst September ...
Die letzten Tage waren recht anstrengend, täglich wurde die Route geändert, täglich war irgendwo was gesperrt oder musste repariert werden. Die Welt spielt verrückt, und das in jeder Beziehung.
Wir entschieden uns erneut für eine entspannte Anreise an den Genfer See, das heißt mit Zwischenübernachtung, dieses Mal fiel die Wahl auf Lahr im wunderschönen Schwarzwald. Da ich noch ein paar Stunden in die Firma musste, ging es Freitag Mittag zusammen mit Frank los. Die Motorräder wurden, wie immer, am Vorabend verpackt - Bernd hingegen stieß erst morgen am Genfer See zu uns.
Die Anreise verlief problemlos und wir verbrachten einen ersten, gut gelaunten Urlaubstag im Hotel Am Westend und vor allem in der dazugehörigen Pizzeria Mamma Mia.
Anreise mit dem Auto ( 333 Kilometer )
Lahr ( Schwarzwald ) ● Freiburg ● Weil am Rhein ● Basel ● Bern ● Bulle ● Saint-Légier-La-Chiésaz ● Villeneuve ● Meillerie ● Èvian-les-Bains ● Publier
Bernd's Reise begann heute morgen um 4 Uhr in Mayen. Wir wollten ihn nicht allzu lange warten lassen, genossen aber erst das gute Frühstück im Hotel bevor es aber dann zeitig losging.
Wir hatten Glück ... über Nacht hat es auf der A5 gebrannt was eine Vollsperrung der Autobahn zur Folge hatte. Genau ab Lahr war die Autobahn wieder befahrbar, wir mussten mit dem Gespann also keinen Umweg einlegen.
Auch in der Schweiz kamen wir in diesem Jahr zügig vorwärts, das war vor 2 Jahren noch deutlich anders. Schnell erreichten wir den Genfer See, wo wir aber in Èvian-les-Bains noch ein paar Minuten wegen eines hier stattfindenden Triathlons verloren. Allerdings hatte Kollege Bernd hier wohl deutlichere Probleme und einen längeren Zeitverlust.
Es war punkt 13 Uhr als wir auf den Parkplatz des B&B Hotels in Publier rollten. Bernd wartete schon 2 Stunden auf uns und nutzte die Zeit um seine BMW 1250 GS schonmal abzuladen. Wir taten es ihm gleich und schnell waren auch unsere Bikes vom Anhänger befreit.
Nach dem Einchecken fuhren wir nach Thonon-les-Bains an den Genfer See und machten etwas Sightseeing, natürlich durfte da auch das Foto am offiziellen Startpunkt vorm Tourismus-Büro nicht fehlen.
Wir waren bereit, morgen früh kann es losgehen - Route des Grandes Alpes 2.0 !!!
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Abfahrt in Essen
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bei Semsales
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bei Veytaux
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Thonon-les-Bains
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Thonon-les-Bains
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Thonon-les-Bains
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Thonon-les-Bains
Publier # Landry ( 273 Kilometer )
Publier ● Col du Grand Taillet ● Col du Corbier ● Col de la Joux Verte ● Col des Gets ● Cluses ● Col de la Colombière ● Col des Aravis ● Flumet ● Col des Saisies ● Col de Méraillet ● Col du Pre ● Col de Méraillet ● Cormet de Roselend ● Bourg-Saint-Maurice ● Landry
Ehre wem Ehre gebührt !
Zu Beginn darf ich Euch einen der Hauptprotagonisten der diesjährigen Tour vorstellen: Die Griffheizung meiner Yamaha FJR !
Zunächst der tägliche Wetterausblick: Eigentlich sah es heute gar nicht mal so schlecht aus, kein Niederschlag, 9 Sonnenstunden - aber ein Tourbeginn bei 7 Grad Celsius ist trotzdem nicht gerade an der Tagesordnung. Auch der Straßenzustandsbericht bereitet uns heute keine Sorgen und so konnte es nach einem kurzen Frühstück zeitig losgehen, gemütliches Einkurven war angesagt.
Allerdings war es mit der Gemütlichkeit schnell vorbei - zumindest bei mir. Nach einer Pause am Lac de Montriond ging es hoch zum Col de Joux Verte, kein Alpenpass im klassischen Sinne, sondern eine Auffahrt zum Skigebiet Avoriaz. Wer Zeit hat sollte die Schleife von Montriond nach Morzine auf jeden Fall einplanen, wenig Verkehr, schöne Kurven und eine tolle Landschaft, direkt ein Highlight am Beginn des ersten Tages.
Natürlich durfte da das Beweisfoto auf 1760 Meter Höhe nicht fehlen - aber womit ?
Ich Vollpfosten habe unten am See mein Handy auf dem Motorradsitz liegengelassen und bin dann losgefahren. Wie dämlich kann man sein ?
Bernd & Frank konnten also in Ruhe die durchblickende Sonne genießen, während ich mich abwärts auf den Weg zum See machte - mit dem festen Gedanken dass mein iPhone wohl Geschichte ist. Unten angekommen suchte ich den ganzen Parkplatz ab, natürlich ohne Erfolg. Der Blick fiel auf ein kleines Restaurant am Parkplatz, na ja, nachfragen kann man ja mal. Und tätsächlich - der Besitzer zauberte mein Handy unter dem Tresen hervor. Ich kam zum ersten Mal in Versuchung einen Mann zu küssen :-) An dieser Stelle danke noch mal ans Restaurant Lactuel und natürlich an den ehrlichen Finder.
Die Erleichterung war groß, nun konnte die Tour erst richtig beginnen. Was sollte noch Schlimmes passieren ? Natürlich ist es erschreckend wie abhängig man vom Handy ist, aber im Zeitalter der Digitalisierung oder des mobilen Bezahlens ist das wohl Normalität geworden - Fluch und Segen zugleich !
Mittlerweile hatten wir ein Traumwetter, nach wie vor sehr frisch, aber der strahlend blaue Himmel entschädigte für alles. Genauso wie die nächsten Passstraßen, der Col der Romme, Colombiére, Aravis und Saisies. Am Ende des Tages wartete noch ein landschaftliches Highlight auf uns, der Lac de Roselend.
Um alles in vollen Zügen zu genießen fuhren wir noch eine Extrarunde. Am Col de Méraillet bogen wir rechts ab zur Barrage de Roselend , über den Col du Pré ging es dann erneut nach Beaufort - ein Abstecher der sich wirklich lohnt !
Glücklich erreichten wir das Hotel l'Alpin in Landry, ein echter Übernachtungstipp !
Nette Gastgeber, ein wirklich gutes Restaurant und in der Bar konnten wir noch flüssige Substanzen zu uns nehmen. Ein rundum gelungener Tag !
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Lac de Montriond
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Col de la Joux Verte
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Col de la Joux Verte
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Col de la Joux Verte
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Col de Romme
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Col de Romme
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Col de la Colombière
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Col de Aravis
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Col de Aravis
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Lac de Flumet
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Col des Saisies
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Col des Saisies
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Lac de Roselend
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Barrage de Roselend
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Cormet de Roselend
Landry # Briancon ( 235 Kilometer )
Landry ● Bourg-Saint-Maurice ● Val-d'Isere ● Col de l'Iseran ● Col du Mont Cenis ● Aussois ● Modane ● Fourneaux ● Saint-Michel-de-Maurienne ● Saint-Martin-d'Arc ● Col du Télégraphe ● Col du Galibier ● Col du Lautaret ● Briancon
Neuer Tag - neues Glück !
Heute sollte es zum ersten so richtig interessant werden, denn mit dem Col de l'Iseran und dem Col de Galibier standen 2 der höchsten Alpenstraßen auf unserem Routenplan. Besonders zum letzteren gibt es seit einigen Tagen permanent andere Zustandsmeldungen, aktuell soll er offen sein, wahrscheinlich nicht die Passhöhe, aber der Tunnel. Auf dem Weg dorthin wurde uns noch eine Sperrung mitgeteilt, wir schauen einfach mal, zuerst wurde in Ruhe gefrühstückt. Das Frühstück rundete den Aufenthalt im Hotel l'Alpin ab, sowas waren wir aus Frankreich eigentlich nicht gewohnt. Vielen Dank für alles - wir kommen wieder !
Wir blickten Richtung Mont Blanc, über Nacht hat es da oben etwas geschneit. Zudem war es nebelig und keine 4 Grad - es folgt also direkt Streckenänderung Nummer 1. Eigentlich wollten wir den kleinen St. Bernhard hoch und runter fahren, aber irgendwie konnten wir uns dafür nicht begeistern, also ging es direkt hoch zum Col de l'Iseran.
So früh war hier oben noch nicht so viel los, dafür war es richtig frisch. Hier kommt dann mal wieder meine Griffheizung ins Spiel, eigentlich hatte diese kaum Ruhepausen. Ach ja, ansonsten war das Wetter echt ok, nicht so sonnig wie gestern aber zumindest trocken. Man ist ja auch mit wenig zufrieden :-)
Aber pünktlich am Lac du Mont Cenis kam die Sonne raus und der Stausee entfaltete seine prächtige blaue Farbe - was für eine malerischer Kulisse !
Weiter ging es Richtung Télégraphe und Galibier, und da war sie - die Sperrung des Tages. Aber alles halb so wild, die Landstraße war verschüttet und so wurde kurzerhand die Autobahn als mautfrei deklariert. Ob dies in Deutschland auch so unbürokratisch möglich wäre ? Ich wage es zu bezweifeln ...
Wir hatten Glück, es war zwar anders angekündigt, aber die Straße über den Galibier war komplett offen. Einige wurden wohl durch die Nachrichten im Netz abgeschreckt, anders konnten wir uns den sehr mäßigen Verkehr nicht erklären. Der Col du Galibier gehört zurecht zu den bekanntesten Pässen in den französischen Alpen, landschaftlich und fahrerisch ist er ein absoluter Leckerbissen.
Der Tag neigte sich dem Ende entgegen, die restlichen Kilometer nach Briancon waren schnell abgespult.
Ein Wort noch zum Hotel "Mont Brison" in Briancon. Im Internet liegen teilweise schlechte Bewertungen vor, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Die Motorräder konnten sicher im Hof geparkt werden, das Zimmer war sauber und angemessen und das Frühstück war völlig in Ordnung. Im Preis-Leistungsverhältnis war das Mont Brison unser Spitzenreiter !
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Barrage de Tignes
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Barrage de Tignes
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Col de l'Iseran
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Lac du Mont Cenis
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Col du Télégraphe
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Col du Télégraphe
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Col du Galibier
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Col du Galibier
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Col du Galibier
Briancon # Barcelonnette ( 200 Kilometer )
Briancon ● Col d'Izoard ● Briancon ● La Roche-de-Rame ● Guillestre ● Col de Vars ● Saint-Paul-sur-Ubaye ● Col de Larche ● Jausiers ● Col de Restefond● Col de la Bonette ● Cime de la Bonette ● Jausiers ● Barcelonnette
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - heute war improvisieren angesagt !
Aber zunächst ging der Blick natürlich wieder gen Himmel, es sah gar nicht mal so schlecht aus. Erneut war es recht frisch, aber auch blauer Himmel war zu erkennen - was sich allerdings im Laufe des Tages ändern sollte.
Schon seit letzter Woche war bekannt, dass die D902 nach dem Col d'Izoard Richtung Guillestre komplett gesperrt ist. Angeblich gibt es einen kleinen Waldweg um die Sperrung zu umfahren, aber die FJR ist keinesfalls für ein solches Terrain geeignet - Bernd hätte sich bestimmt mit seiner GS gefreut, aber vernünftigerweise ging es doch auf normalen Straßen weiter.
Den Izoard wollten wir uns allerdings nicht nehmen lassen und so ging es von Briancon frühmorgens direkt hinauf auf 2360 Meter Höhe. Ich sag mal so ... die Temperaturen um halb zehn luden nicht gerade zum langen Verweilen auf der Passhöhe ein.
Also ging es wieder schnurstracks zurück nach Briancon - schade nur dass wir den Col d'Agnel wegen der Baustelle nicht anfahren konnten. Es folgte die ziemlich unspektakuläre Fahrt über die N94 nach Guillestre, aber uns blieb ja leider nichts anderes übrig. Der folgende Col de Vars zauberte uns aber wieder das Grinsen ins Gesicht.
Immerhin waren wir voll im Zeitplan, an allen anderen Tagen relativ unwichtig, heute aufgrund von Sperre Nummer 2 von hoher Bedeutung. Kurz vor dem Col de Larche war erneut Bob der Baumeister am Werk, allerdings wurde hier in der Mittagspause von 12 bis 13.30 h die Straße geöffnet.
Punktlandung ! 10 Minuten vor Öffnung der Straße standen wir in erster Reihe und warteten auf den Startschuss - kurz nach 12 Uhr war es dann soweit und wir konnten die leere Strecke hinauf zum Col de Larche genießen.
Die einschlägigen Wetter-Apps waren unser ständiger Begleiter, wir wollten es bis zum Schluss nicht wahrhaben, aber ... sie hatten einfach Recht ! Der Blick Richtung Italien war besorgniserregend, die angesagte Schneefront kam auf uns zu, um genau zu sein, wir fuhren frontal in sie hinein.
Da wir unsere Schneeketten gerade nicht zur Hand hatten entschieden wir uns für das einzig Richtige: Sofort umkehren solange Bob die Straße noch offen hat !
Nun gut - so war der Col de la Lombarde auch Geschichte und ich fragte mich so langsam warum wir nicht direkt von Briancon zum Mittelmeer gefahren sind ...
Aber ganz so trostlos sollte der Tag nicht zu Ende gehen, von Jausiers aus fuhren wir noch zum Dach der Tour - dem Cime de la Bonette. Vielleicht hatten wir ja noch Glück und kommen trocken oben an, wir konnten ja zu jeder Zeit umkehren und waren dann rasch im Hotel.
Wir hatten Glück ! Natürlich war es auf über 2800 Meter mittlerweile schweinekalt, aber die Fahrt und der Ausblick haben sich wirklich gelohnt. Da es aber immer dunkler wurde, machten wir uns abwärts nach Barcelonnette.
Erneute Punktlandung ! Just in dem Moment als unsere Motoren am Hotel verstummten öffnete der Himmel seine Pforten - und das ordentlich. Da die Rezeption noch nicht besetzt war, gingen wir erstmal ins Café um die Ecke und ließen den Tag bei einem leckeren Bierchen Revue passieren.
Natürlich lief nicht alles so wie geplant, aber wir können mit Fug und Recht behaupten alles richtig gemacht zu haben ! Die verkehrsarme Auffahrt zum Bonette entschädigte doch für so einiges !
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Col d'Izoard
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Col d'Izoard
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Col d'Izoard
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Col d'Izoard
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Col de Vars
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Col de Vars
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Col de Larche
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Jausiers
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Col de la Bonette
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Col de la Bonette
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Col de la Bonette
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Col de la Bonette
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Barcelonnette # Menton ( 188 Kilometer )
Barcelonnette ● Jausiers ● Col de Restefond ● Col de la Bonette ● Isola ● Valdeblore ● Col de Saint-Martin ● Saint-Martin-Vésubie ● La Bollène-Vésubie ● Col de Turini ● Gorges du Piaon ● Sospel ● Col de Castillon ● Menton
Über Nacht gab es ordentlich Niederschlag, in den Höhenlagen natürlich in Form von Neuschnee. Auch jetzt war der Himmel noch tiefgrau und wir waren gespannt, auf das was heute noch so kommt.
Mittlerweile waren wir hier in Barcelonnette etwas "eingeschlossen" - der Col d'Allos ist noch bis 2025 gesperrt, Baustellensperrung auf dem Col de la Cayolle ... der einzig direkte Weg zum Mittelmeer ging über den Col de la Bonette, und das bei dem Wetter - na Mahlzeit !
Zunächst wurden die Motorräder betankt, zum ersten Mal in diesem Jahr fuhren wir in Vollverkleidung los. Und wir taten gut daran, es dauert nicht lange bis die ersten Regentropfen auf uns hinab pladderten.
Kaum an der Auffahrt zum Bonette abgekommen gingen diese in Schneeregen über - gemütlich war nun wirklich was anderes, also Augen zu und durch.
Das Schneetreiben wurde immer dichter und irgendwie waren wir auch ziemlich einsam unterwegs. Etwa 2 Kilometer vor dem Gipfel kam uns ein gleichgesinnter Kollege entgegen. Ich hielt an und wir versuchten uns mit Wort und Gestik zu verständigen. Nach einem, fast flehenden dreimaligen " Please, take care ! " ahnte ich was uns noch so erwartete ...
Wenige Meter später war es dann soweit, extrem dichter Schneefall und eine fast geschlossene Schneedecke auf der Fahrbahn machte die Fahrt doch so langsam interessant. Nicht abrupt Gas geben, nicht bremsen, runter nur rollen lassen .... nach etwa 10 Minuten waren wir aus dem gröbsten raus und es ging wieder hinab in den Regen. Vermutlich waren Bernd & Frank genauso erleichtert wie ich, getreu dem Motto " Et hätt noch emmer joot jejange ".
Direkt hinter uns wurde der Bonette für 2 Tage gesperrt, wir waren also die Letzten die drüber sind, nur ob das was für unseren Lebenslauf ist wage ich zu bezweifeln :-)
Über den Col de St. Martin und den Col de Turini gingen es nun schnurstracks zum Mittelmeer, wollten wir doch noch etwas die Côte d'Azur genießen - so zumindest der Plan. Die Temperaturen kamen nicht so in Wallung, zumindest der Regen hörte auf und die Straßen trockneten ab. Zeitig erreichten wir die Ortgrenze von Menton, aber wie schon vor 2 Jahren kamen wir hier nur sehr schleppend voran. Vermuteten wir damals den Feierabendverkehr, machten wir in diesem Jahr einige Baustellen für die letzte Stunde unserer Fahrzeit verantwortlich. Oder sollte es hier etwa immer so aussehen ? :-)
Unsere Laune sank, beim Einchecken im Hotel kam der nächste Regenschauer hinunter, einchecken konnten wir, aber die Tiefgarage öffnete erst in 2 Stunden. Als Krönung war dann noch der Getränkeautomat defekt, vom namensgebenden tiefblauen Wasser der Côte d'Azur natürlich auch nichts zusehen ... es läuft also. Stichwort es läuft ... als nächstes liefen dann 3 durstige Männer zum nächstgelegen Supermarkt um sich da etwas Flüssiges zur Anhebung des Gemütes zu besorgen.
Die Motorräder waren sicher in der Tiefgarage geparkt, draußen war es trocken, Zeit um Menton etwas unsicher zumachen. Das obligatorische Foto vom Endpunkt der Route des Grandes Alpes durfte da natürlich nicht fehlen. Aber für uns war die Tour noch lange nicht zu Ende ...
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Jausiers
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Col de la Bonette
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Col de la Bonette
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Rimplas
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Rimplas
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Col de Turini
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Col de Turini
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Menton
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Menton
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Menton
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Menton
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Menton
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Menton
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Menton
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Menton
Menton # Puget-Théniers ( 307 Kilometer )
Menton ● Sainte-Agnes ● Col de la Madone ● Col de St.-Pancrace ● Borgheas ● La Trinité ● Aspremont ● La Manda ● Tourrettes-sur-Loup ● Grasse ● Col du Pilon ● Pas de la Faye ● Col de Valferriere ● Col de Clavel ● Comps sur Artuby ● Grand Canyon du Verdon ● Cirque de Vaumale ● Col d'Illoire ● Pont du Galetas ● Col d'Olivier ● Col d'Ayens ● La Palud-sur-Verdon ● Castellane ● Col de Cheiron ● Saint-Julien-du-Verdon ● Col de Toutes Aures ● Puget-Thèniers
Mit der Schlucht von Verdon stand heute das nächste Highlight auf dem Programm, auch das Wetter spielte mit: frisch, aber trocken mit erkennbarem, blauen Himmel.
Nach der letztmaligen Bekanntschaft mit der Verkehrsdichte in Monaco und Nizza versuchten wir in dieses Mal über das Hinterland Richtung Grasse zu gelangen. Die Route ist natürlich etwas länger, dafür landschaftlich schöner und entspannter zu fahren. Über etliche kleine Gebirgssträßchen ging es gemächlich oberhalb der Küste entlang Richtung Grasse. Zügiges Vorwärtskommen war nun wirklich etwas anderes, aber wir genossen den ein oder anderen Blick Richtung Côte d`Azur - heute waren wir wirklich nicht auf der Flucht.
Der Pas de la Faye ist nun wirklich nichts Besonderes, gilt aber irgendwie als Einflugschneise der Verdonschlucht. Vorher wartet mit der Pont de l’Artuby noch ein einzigartiges Bauwerk auf uns. Die Brücke besteht aus einem einzigen Bogen und mit einer Höhe von 100 Metern überspannt sie den mächtigen Canyon. Die Pont de l'Artuby ist übrigens die höchste Brücke in Europa, von wo aus Bungee-Jumping erlaubt ist. Wir haben jedoch keinen dieser Extremsportler beobachten können und machten uns nach einem kurzen Drohnenflug wieder auf den Weg.
Generell waren hier nicht sehr viele Personen zu beobachten, anscheinend hatten wir erneut eine gute Reisezeit erwischt. Es ist schon ein besonderes Erlebnis die D71 entlang der Schlucht unter die Räder zu nehmen - Motorradfahren par excellence !
Nach einer Genusspause an der Pont du Galetas ging es auf der anderen Seite über die nicht weniger traumhafte D952 zurück Richtung Castellane, die Route des Crêtes ließen wir leider rechts liegen - man muss ja auch noch Ziele für das nächste Mal haben !
Das nächste Highlight war der Lac de Castillon, im Herzen des regionalen Naturparks Verdon gelegen. Mit seiner Fläche von 5 qkm ist er immerhin der zweitgrößte See der Region.
Mit jeder Menge fantastischer Eindrücke im Gepäck spulten wir souverän die letzten Kilometer des Tages ab, Ziel heute war das Hotel Les Alizès in Puget-Thèniers !
Wie schon vor 2 Jahren fanden wir hier sehr nette Gastgeber vor und verbrachten auch einen schönen Abend in der kleinen Pizzeria le QG Théniers, eine wahre Empfehlung !
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Col Sainte-Agnés
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Col Sainte-Agnés
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Col Sainte-Agnés
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Pas de la Faye
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Trigance
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Pont de l'Artuby
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Grand Canyon du Verdon
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Grand Canyon du Verdon
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Pont du Galetas
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Gorges du Verdon
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Gorges du Verdon
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Lac de Sainte-Croix
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Gorges du Verdon
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Puget-Théniers
Puget-Théniers # Villar-d'Arêne ( 309 Kilometer )
Puget-Thèniers ● Gorges du Cians ● Col de Sainte-Anne ● Col de Valberg ● Guillaumes ● Gorges de Daluis ● Annot ● Col de la Colle-Saint-Michel ● Colmars ● Col des Champs ● Col de la Cayolle ● Barcelonnette ● Jausiers ● Col de Vars ● Guillestre ● Briancon ● Col du Lautaret ● Villar-d'Arêne
So langsam geht es zurück zum Genfer See. Aber woher ? Dass der Col d'Allos noch einige Zeit geschlossen ist war ja bekannt. Seit vorgestern ist auch der Col d'Ornon dicht - also war der Col de Vars die einzige Möglichkeit zu unserem Ziel in Villar-d'Arêne zu gelangen. Leider blieb so auch die Fahrt hinauf nach Alpe d'Huez in diesem Jahr außen vor.
Zunächst führte uns der Weg aber durch 2 der bekanntesten Schluchten Frankreichs, die Gorges du Cians und die Gorges de Daluis. Der Kontrast mit dem braunroten Gestein und der grünen Vegetation ist einfach atemberaubend, natürlich kommt hier auch das Motorradfahren nicht zu kurz, zwei wirklich beeindruckende Schluchten !
Wiegesagt, der Col d'Allos ist 2024 keine Option, da auch der Col de la Cayolle bei Guillaumes gesperrt ist blieb uns nur die Fahrt über den Col des Champs.
Die enge und kurvenreiche Strecke hat landschaftlich absolut ihre Reize, leider muss man sich hier sehr aufs Fahren konzentrieren und aufpassen, dass die sehr schlechte Fahrbahn einen nicht regelrecht aushebelt. Frank ist übrigens fest der Meinung, dass der Col des Champs Schuld am losen Schwingenlager seiner BMW war, ein zweiter Besuch beim TÜV war die Folge ....
Aber auch der Belag des anschließenden Col de la Cayolle hat im Laufe der Jahre ordentlich gelitten, dennoch ist der Cayolle mit das schönste was die französischen Seealpen zu bieten haben, einfach ein Muss wenn man hier mit dem Motorrad unterwegs ist.
Über den, wie immer, flüssig zu fahrenden Col de Vars und der N94 ging es über Briancon zu unserer Unterkunft in Villar-d'Arene, direkt am Fuße des Col du Lautaret.
Gleich am Ortseingang befindet sich das Hôtel le Faranchin, etwas unscheinbar, aber wirklich ein tolles Haus. Die Motorräder wurden in der Garage geparkt, dann ließen wir an der Bar erstmal den Tag Revue passieren. Besonders empfehlenswert ist hier das Restaurant, ein würdiges Ambiente für unseren letzten Abend unterwegs in den französischen Bergen !
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Gorges du Cians
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Gorges du Cians
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Guillaumes
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Gorges de Daluis
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Gorges de Daluis
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Thorame-Haute
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Col des Champs
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Col des Champs
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Col des Champs
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Col des Champs
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Col des Champs
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Col des Champs
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Col de la Cayolle
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Col de la Cayolle
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Villar-d'Arêne
Villar-d'Arêne # Publier ( 310 Kilometer )
Villar-d'Arêne ● Col du Lautaret ● Col du Galibier ● Col du Télégraphe ● Saint-Jean-de-Maurienne ● Col de la Croix de Fer ● Col du Glandon ● Col de la Madeleine ● Albertville ● Col des Aravis ● Col de la Colombière ● Col de Jambaz ● Publier
Der letzte Tag begann eigentlich fast so wie der erste Tag: Schweinekalt !
Das lag natürlich in erste Linie daran, dass Villar-d'Arêne schon auf über 1500 Meter liegt - da wir aber einiges an Kilometern vor uns hatten und abends die Motorräder wieder reisefertig machen wollten, blieb uns nichts anderes übrig als schon früh hinauf zum Col du Galibier zu fahren.
Um kurz nach 9 war oben am Galibier die Welt noch in Ordnung, viele trauten sich bei den Temperaturen nicht hier oben rauf - also eigentlich waren wir die einzigen 3 Verrückten ! Aber so verrückt, dass wir es hier oben bei 2 Grad lange aushalten sind selbst wir nicht - also Griffheizung an und ab ins Tal.
Den Col du Télégraphe nutzen wir heute nur als Durchgangsstation, der Weg führte uns direkt wieder hinauf auf über 2000 Meter bis zur Passhöhe des Col de la Croix de Fer. Zugegeben, die Fahrbahn ist hier und da etwas holperig, aber landschaftlich ist der Croix der Fer mit das beste was die französischen Alpen zu bieten hat - auch der Fahrspaß kommt hier nicht zu kurz.
Ich will dem später noch folgenden Col de la Colombière nicht schmälern, aber gefühlt steht mit dem Col de la Madeleine das letzte große Highlight der Tour 2024 bevor. Auch der Wettergott gab zum Abschluss nochmal alles, teilweise blickten wir in strahlend blauem Himmel - Viva la France !
Wir mussten etwas aufs Tempo drücken, die leeren Anhänger warteten schon - das nennt man wohl Freizeitstress ....
Ganz zu Ende war es ja dann doch noch nicht, der Col des Aravis, Col de la Colombière und der Col de Jambaz hatten auch noch einige Kurven und Kehren zu bieten - ein würdiger Abschluss einer besonderen Tour.
Es war schon nach 17 Uhr als wir unsere "Home-Base" in Publier am Genfer See erreichten.
Nun war wieder Freizeitstress angesagt: Motoren abkühlen lassen, Einkaufen, Bikes verpacken, Duschen, Essen, Bierchen schlabbern ...
Viel Zeit hatten wir dafür nicht, die kommende Nacht sollte kurz werden, Bernd wollte bereits um 3 Uhr los, Frank und Ich spätestens um 6 Uhr.
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Col du Galibier
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Col du Galibier
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Col du Galibier
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Croix de Fer
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Col de la Madeleine
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Col de la Madeleine
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Col de la Madeleine
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Col des Aravis
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Col des Aravis
Abreise mit dem Auto ( 770 Kilometer )
Publier ● Èvian-les-Bains ● Meillerie ● Villeneuve ● Bulle ● Bern ● Basel ● Weil am Rhein ● Freiburg ● Karlsruhe ● Heidelberg ● Darmstadt ● Limburg ● Köln ● Leverkusen ● Wuppertal ● Essen
Es war eine kurze Nacht ... als unser Wecker ging war Bernd schon auf dem Weg zurück in die Eifel. Auch wir packten rasch unsere sieben Sachen und machten uns auf dem Heimweg.
Die Fahrt verlief ohne Probleme, bis zur deutschen Grenze waren wir recht einsam unterwegs, danach wurde es aber voller - trotzdem erreichten wir ohne größeren Stau das Ruhrgebiet.
Nun noch schnell abladen und dann konnte ich doch noch etwas Geburtstag feiern !
Fazit
Eine spezielle Tour war zu Ende - und um es vorweg zu sagen: Es war eine tolle Tour, erneut hat Frankreich uns in seinen Bann gezogen.
Natürlich hätten wir uns besseres Wetter gewünscht, der historische Wintereinbruch im September brachte uns sogar am Rand der Absage. Aber unterm Strich haben wir enormes Glück mit dem Wetter gehabt. Bis auf den Schnee am Bonette und ein kurzer Schauer gab es keinen weiteren Niederschlag.
Auch waren alle Pässe geöffnet, genervt hat einfach nur die tägliche Routenänderung aufgrund gesperrter Straßen und Baustellen. Trotzdem haben wir die Woche sehr genossen, und eines steht fest:
Tschüss und bis bald ! Au revoir et à plus tard !